Der Landkreis Leer geht juristisch gegen unsere Kritik vor – und hat Strafanzeige gegen unseren Geschäftsführer Kai Weber, einen ehemaligen Kollegen sowie den Vorsitzenden des Vereins Afrikanische Diaspora Ostfriesland, Ali Kone, erstattet.
Anlass für die Strafanzeige ist unsere Kritik am Umgang des Landkreises mit Geflüchteten: So tritt der Landkreis die Integrationsbemühungen insbesondere von westafrikanischen Geflüchteten mit Füßen und will diese abschieben, anstatt ihnen den Aufenthaltstitel zu gewähren, der ihnen zusteht. Das „Untertauchen“ des Nigerianers Onyemaechi M wird inszeniert, um dessen Härtefallverfahren zu beenden und ihn außer Landes zu schaffen. Ein Mann aus Angola wird gleich zweimal rechtswidrig in Abschiebungshaft genommen. Und Moussa D. aus der Elfenbeinküste wird von Mitarbeitenden des Landkreises und des Sicherheitsdienstes körperlich überwältigt und fixiert, bevor er 27 Stunden ohne Gerichtsbeschluss im Polizeigewahrsam verschwindet.
All das ist für den Landkreis offenbar kein Problem. Zum Problem wird es erst, wenn wir darüber sprechen. Doch klar ist: Wir stehen zusammen und lassen uns von derartigen Kriminalsierungsversuchen nicht einschüchtern. Wir werden auch künftig kritikwürdiges Verhalten von Behörden öffentlich benennen.
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